Pressekonferenz macht Appetit auf mehr IdeenExpo

Am 10. August 2009 veröffentlicht von Felix Klabe

Pressekonferenz Exponate

Einen Monat vor der Eröffnung der Ideen- Expo ist auf dem Messegelände Hannover die Orientierung noch eine kleine Heraus- forderung. Auch N-JOY-Radio-Moderator Andreas Kuhlage und sein Team vom NDR irren umher. Immerhin erkunden wir so schon mal das Gelände, bevor wir mit vereinten Kräften schließlich den Weg zur Halle 9, die bald als Pavillon der Ideen im Mittelpunkt der IdeenExpo 2009 stehen wird, finden.

Vorbei an der Akkreditierung in Halle 8, bekomme ich einen ersten Eindruck von dem rund 23.000 qm großen Pavillon der Ideen, in den ab dem 5. September Naturwissenschaften und Technik Einzug halten. Dort ist wirklich genug Platz für die angekündigten 350 Mitmach-Exponate!

Die Pressekonferenz beginnt natürlich erst, wenn der Niedersächsische Ministerpräsident und Ideengeber der IdeenExpo Christian Wulff da ist. Bis dahin füllt sich die Halle stetig mit den Vertretern aller in und um Hannover wichtigen Medien. Mit dabei sind die Hannoverschen Allgemeine Zeitung, die Neue Presse, der NDR, das Niedersächsiche Wirtschaftsjournal, Sat1, TVN, Antenne, die BILD Zeitung, und sogar die Deutsche Presse-Agentur, vielleicht bekannter unter ihrer Abkürzung dpa.

Auch die Austeller von RWE, Volkswagen, E.ON, Siemens, Salzgitter AG und DOW – allesamt Premiumpartner der diesjährigen IdeenExpo – sind schon da und haben eine kleine Auswahl ihrer Exponate für den heutigen Termin aufgestellt.

Dann pünktlich um 10.30 Uhr fährt ein schwarzer Wagen vor, und Ministerpräsident Wulff betritt den Pavillon der Ideen. Direkt sucht er den Weg zu Botschafterin Jil, Moderator Kuhlage und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der IdeenExpo GmbH, Dietrich Kröncke.

“Die IdeenExpo ist gewaltig gewachsen”, sagt MP Wulff. Das ist nicht übertrieben, denn in diesem Jahr ist sie dreimal so groß wie noch vor zwei Jahren. 2007 waren rund 162.000 Besucher da – im September sollen es weitaus mehr werden. Jil, die gerade ihren ersten Schultag nach den Sommerferien hinter sich hat, zeigt sich angesichts des hohen Besuchs gelassen. „Sie ist schon sehr professionell“, meint auch Andreas Kuhlage. Jil selbst betont dieorganisatorischen Herausforderungen beim Spagat zwischen IdeenExpo und Schule. Ihr Vater sieht die Doppelbelastung jedoch gelassen. „Jil ist sehr entspannt“, weiß der Jurist. Diese Gelassenheit sieht man Jil beim professionellen Umgang mit den Kameras und Journalisten an.

Nach einer kurzen Begrüßung übernimmt die junge Botschafterin souverän die Überleitung zum ersten Exponat. Aus der Themenwelt Energie zeigt Dr. Stephan Muschick von der RWE AG den Anwesenden mannshohe Mikrowindturbinenmodelle und ein Windanlagenmodell. Für Laien haben die weißen Plastik-Windräder etwas von Playmobil, versprechen aber eine gute Alternative zu umweltbelastenden Energiequellen. „Wir brauchen Innovationen,“ sagt Muschick, „außerdem sollen auch Jugendliche uns interessant finden, auch als Arbeitsgeber.“

Bevor es für die Medienvertreter, die Moderatoren und Ministerpräsident Wulff weitergeht, werden noch Fotos geschossen: Jil, Wulff, Muschick und Kuhlage posieren für die Kameras hinter den modernen Windanlagen. Weiter geht es zum Exponat der Salzgitter AG.

„Was wäre die Welt ohne Stahl,“ fragt sich der Konzern und zeigt gemeinsam mit Studenten ein Brückenkranmodell, an dem sich auch Ministerpräsident Wulff probiert. Es wird viel gelacht über seine Fertigkeiten als Kranführer. „Wie man sieht, eine Sache für groß und klein,“ fügt Moderator Kuhlage schmunzelnd hinzu. Zur IdeenExpo werden Azubis kleine metallende „Kunstwerke“ fertigen.

Der Volkswagen-Konzern ist der nächste Aussteller auf unserer Route. Dr. Peter Tropschuh führt ein Auto vor, das, wie Jil es anmoderiert, „nicht ganz heile aussieht“. In Wirklichheit handelt es sich um ein Schnittmodell eines Passat CC, einer Sport-Edition des VW Passats. Der Aufbau des Modells macht Wirkungsweise und Aufbau eines Autos deutlich. Zur Überraschung aller fährt das Modell sogar. Und noch viel besser: Ministerpräsident Wulff dreht eine große Runde durch die Halle. Auf dem Rücksitz hat Tropschuh Platz genommen und moderiert munter weiter. Lässig eingeparkt geht es weiter zum nächsten Exponat.

Die Siemens AG hat ein „Kupplungsfahrrad“ aufgestellt, auf dem man direkt die Auswirkungen des eigenen Radelns erkennen kann. Nach Wulffs Runde mit dem Passat, ist nun Jil an der Reihe Einsatz zu zeigen. Sie nimmt Platz und strampelt drauf los. So richtig will das Wasser in der Säule nicht steigen. Übel nehmen kann man es der Botschafterin aber nicht. In der sonnendurchfluteten Halle und unter der orangen Fleecejacke kommt man schnell ins Schwitzen. „Wir wollen der Jugend Ziele setzen. Ich hoffe dass zur IdeenExpo das Wasser aus der Säule wie eine Fontäne herausspritzt,“ sagt MP Wulff.

Andreas Kuhlage übernimmt wieder die Moderation und die Gruppe geht weiter zum Exponat des amerikanischen Chemieunternehmes DOW. Hier dreht sich alles um Salz. Vom Sportschuh, MP3-Player oder Handy – jeder Kunststoff besteht zu einem Teil aus dem weißen Gold, das aus den Tiefen der Erde geholt wird. Es ist ein Rohstoff, der so flexibel einsetzbar ist, dass er sich fast überall findet, nicht nur im Salzstreuer. „Haben sie nicht Angst, dass die Besucher hinterher an ihrem Handy lecken,“ fragt der Radio-Moderator lachend.Pressekonferenz Exponate Jil & Christian Wulff Anders als bei anderen Pressekonferenzen kann jeder beim Vorführen der Exponate dabei sein – keine starren Sitzreihen, kein kon- struiertes Pressegespräch. An diesem Donners-tagvormittag ist Platz für Spaß und Interaktion.

Das letztes Exponat wird von E.ON vorgestellt. Der Energie-Konzern ist mit seinem großen begehbaren Truck dabei. Auch E.ON setzt auf Innovation: So stellt Dr. Luge und Dirk Steinheider das „innovate.on Modell“ vor, das Kraftwerke, Speicherung und Abtrennung von CO2 darstellt.

Abschließend gibt es noch die Möglichkeit für die Mitarbeiter von Funk und Fernsehen Fragen an den Ministerpräsidenten und Botschafterin Jil zu stellen. Während Kamera- und Tonmänner konzertiert die richtigen Einstellungen suchen, finden die übrigen 70 Anwesenden feinste Köstlichkeiten auf den Tellern der fleißigen Servicemitarbeiter: Saté-Spieße, Tomaten-Morzerella oder Süßspeisen sorgen für eine kulinarische Ergänzung zu Naturwisschenschaften und Technik.

Im Schlussgespräch bringt Ministerpräsident Wulff das Anliegen der IdeenExpo noch einmal auf den Punkt: „Viele Schüler kommen mit ihren Lehrern im Rahmen einer Pflichtveranstaltung. Viele, aber, kommen alleine wieder. Ich sehe schon 12 oder 13jährige, die mich am Kranmodell erfolgreich ersetzen.“

Nach dieser Pressekonferenz kann ich mir schon viel besser vorstellen, wie es in rund 30 Tagen im Pavillon der Ideen aussehen wird. Viele Jugendliche werden von Exponat zu Exponat springen; in einer Atmosphäre zwischen Jahrmarkt und Schule – zwischen Spaß und Neugier.

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