Explore Science – Schwingungen, Schall und Klang

Am 15. Juli 2010 veröffentlicht von Jennifer Schenke

Laut war’s – aber auch interessant! Für eine Woche habe ich als Scout auf der Explore Science in Mannheim gearbeitet, die dieses Jahr das Thema „Schwingungen, Schall und Klang” hatte. Die Explore Science sind „naturwissenschaftliche Erlebnistage” für Kinder und Jugendliche, also so etwas wie eine kleine IdeenExpo im Süden Deutschlands. Über 52.000 Besucher kamen an 5 Tagen vorbei, um zu staunen und zu entdecken.


Am ersten Tag habe ich die Station „Lochsirene” betreut – klingt nach jede Menge Lärm? Richtig! Glücklicherweise habe ich am zweiten Tag jemandem zum Stations-Tauschen überreden können und danach das Dosentelefon betreut. Dort bin ich auch den Rest der Zeit geblieben, denn die leuchtenden Augen der Kinder waren wirklich eine Freude (und leiser als die Lochsirene war es auch, obwohl die direkt nebenan stand ;).
Ein Dosentelefon ist recht einfach nachzubauen: Man nimmt 2 Dosen (oder Pappbecher oder Joghurtbecher) und eine Schnur (am besten Nylon), sticht ein Loch durch den Boden der Dose, befestigt die Schnur darin (mit einem einfachen großen Knoten oder mit der Schnur um einen Zahnstocher geknotet) und fertig ist das Dosentelefon!
Einer spricht in seine Dose rein und der andere hört zu. Das funktioniert aber nur, wenn die Schnur ganz gespannt ist, denn sonst wird die Schwingung nicht übertragen. Durch den Ton deiner Stimme wird die Dose zum Schwingen gebracht, überträgt die Schwingung über die gespannte Schnur auf die andere Dose und erzeugt dort wieder einen Ton.
Besonders schön fand ich es, Kindergartenkindern bei dem Versuch zu helfen. Es war zwar oft schwierig, beide Kinder gleichzeitig dazu zu kriegen, die Schnur auch wirklich gespannt zu halten – aber dann habe ich mich jedes Mal gefreut, wenn auf den Gesichtern der neugierig, ungläubig und ernsthaft lauschenden Kindern plötzlich ein Lächeln herbeigezaubert wurde, sobald sie ihre Freunde in der Dose hören konnten. Momente wie diese haben mich die ganze Woche lang immer wieder begleitet und gezeigt, wie viel Faszination Naturwissenschaften und Technik auf Kinder und Jugendliche ausüben können. Es war eine tolle Erfahrung für mich, meine Faszination für Naturwissenschaften an andere weitergeben zu können und dann immer wieder mit einem Lächeln oder einem schüchternen: „Ich höre was!” belohnt zu werden.

Wer jetzt auch wieder Lust auf Experimentieren und Forschen, spannende Vorträge und die Faszination von Naturwissenschaften und Technik hat, der sei auf’s nächste Jahr vertröstet: Für die nächste IdeenExpo wird schon wieder fleißig geplant!

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