Interaktive Whiteboards

Am 22. September 2010 veröffentlicht von Jil Berning
Demonstration eines elektronischen Whiteboards

Prof. Dr. Bardo Herzig und OStR Michael Nicolas von der Universität Paderborn bei der Demonstration eines elektronischen Whiteboards.

Die Zeiten von zweisitzigen Holzschulbänken mit Schiefertafeln und Tintenfass sind wohl  schon seit einigen Jahren vorbei. Doch nun wird auch die klassische Kreidetafel ausgetauscht.

Ich stecke zur Zeit mitten in meinem Abitur an der Ricarda-Huch-Schule. Gerade jetzt, wo ich meine Schullaufbahn als beendet bezeichnen kann, wird meine Schule endlich renoviert. Und nicht nur das, sie wird auch von oben bis unten modernisiert.
Mit einem digitalen Vertretungsplan fing es Anfang diesen Schuljahres an. Doch wenn man sich die Baupläne anschaut, dann sieht man, dass das noch lange nicht alles war.

Meine Schule bekommt nämlich interaktive Whiteboards. Weltweit sind bereits ca. 1,5 Millionen Klassenräumen mit einer dieser modernen Tafeln ausgestattet. In England wird sogar schon in nahezu jedem Klassenzimmer entsprechend unterrichtet.

Ein interaktives Whiteboard ist eine elektronische Projektionswand, die in Verbindung mit einem Computer und einem Beamer funktioniert.
Per Fingerdruck oder mit einem speziellen kabellosen Stift wird auf dieser weißen Fläche gearbeitet. Diese Daten werden über den Computer transformiert und das errechnete Bild unmittelbar über den Beamer auf die Boardoberfläche projiziert.
So entsteht keine Verzögerung und es ist wie das Arbeiten mit einer ganz normalen Kreidetafel. Doch anders als bei einem Tafelbild aus Kreide, können diese digitalen Tafelbilder abgespeichert und bei Bedarf immer wieder abgerufen werden.
Wichtige Unterrichtsaspekte könne sogar direkt nach der Stunde per E-Mail an die SchülerInnen verschickt werden.

Diese neue Technik bietet ungeahnte Möglichkeiten für einen wirklich spannenden und modernen Unterricht.
Ich bin schon etwas neidisch, wenn ich an einen Unterricht mit viel Anschauungsmaterial, zum Beispiel schnell aufgerufenen Tabellen oder Grafiken denke, die direkt an der Tafel bearbeitet werden können.

Doch es graut mir vor der Vorstellung, dass viele Stunden zu Frontalunterricht verkommen, denn der Unterricht muss vollständig neu geplant und auf das interaktive Whiteboard abgestimmt werden. Ganz abgesehen von der umfangreichen Handhabung dieser neuen Technologie.

Ich persönlich habe viel durch das Abschreiben selbst gelernt. Die Möglichkeit der digitalen Datensicherung gibt den Schülern einen Freifahrtschein fürs Abschalten, im Notfall lässt man es sich eben zuschicken.

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass die interaktiven Whiteboards ein großer Schritt in Richtung moderner und effektiver Unterricht sind. Jedoch setzt es gute Kenntnisse der Lehrer, die richtige Verknüpfung in die Schulstunde und die Benutzung von Medien in Maßen, voraus. Denn spielend lernt man bekanntlich am Besten.

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