Mein bester Freund, der Kühlschrank

Am 11. Mai 2011 veröffentlicht von Jil Berning

Quelle: www.sergio-sardella.ch

Wer kennt es nicht: Man hat Hunger, doch der Kühlschrank enthält nichts als gähnende Leere. Natürlich ist ausgerechnet heute Sonntag und alle Geschäfte haben geschlossen. Und sogar das „Notfall-Glas“ Pesto ist schon abgelaufen.

Würde der Kühlschrank mitdenken, wäre das nicht passiert.

Die Idee ist simpel: Der Kühlschrank müsste einen daran erinnern, dass das Verfallsdatum des Pesto abläuft und auch daran, dass Grundnahrungsmittel fehlen. Am besten weiß er sogar worauf ich Appetit habe und schreibt die benötigten Produkte auf eine Einkaufsliste oder bestellt sie noch besser gleich selbst.

Ich soll aufhören zu träumen?

Ein solches Wunderwerk der Technik befindet sich tatsächlich bereits in der Erprobung im sogenannten „Future Store“ des Metro-Konzerns in Neuss, auch „Supermarkt der Zukunft“ genannt. Hier werden Zukunftstechnologien erprobt, wie beispielsweise das kontaktlose Scannen an der Kasse eines Supermarktes durch die RFID-Technik.

Auf den kleinen Chips, mit denen alle Nahrungsmittel versehen sind, können Daten wie Verfallsdatum, Preis und sogar Nährwerte gespeichert werden. So ist nicht nur das Einkaufen deutlich übersichtlicher, sondern auch die Organisation zu Hause.

Mit Hilfe von RFID-Lesegeräten, die sich in den Regalböden des Kühlschranks befinden, werden die Informationen zu Hause an einen angeschlossenen PC übertragen. Über den Monitor wird man so an das Verfallsdatum oder den anstehenden Einkauf erinnert.

Doch leider kann man diese Haushalshilfe noch nicht kaufen. Der Kühlschrank ist zwar entwickelt und wird auch regelmäßig auf Messen präsentiert, jedoch erst wenn alle Lebensmittel mit einem RFID-Chip versehen sind, kann die neue Technik wirklich genutzt werden.

Momentan werden die Chips nämlich in den RFID-Märkten am Ausgang, mit samt ihren Informationen,  deaktiviert. Damit diese intelligenten Kühlschränke funktionieren, müssen die Informationen auf den Chips gespeichert bleiben. Außerdem gibt es derartige RFID-Supermärkte bislang nur sehr selten in Deutschland.

Doch wenn es irgendwann soweit ist soll der Kühlschrank die fehlenden Produkte sogar selbstständig über das Internet nachbestellen und einem Rezeptvorschläge mit den vorhandenen Produkten liefern.

So würde ich am Sonntag nie wieder vor einem leeren Kühlschrank stehen.

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