Salzgitter AG: Stahlharte Ausbildung

Am 5. August 2011 veröffentlicht von Jan Friedrich

Die IdeenExpo steht für Mitmachen, offene Chancen für Jugendliche, sowie Spaß an Technik und bildet damit das Wissenschaftsevent in Norddeutschland. Doch ohne Firmen die den Schulabsolventen einen geeigneten Ausbildungsplatz oder Studienplatz geben können, würden die ganzen Bewerbungstipps und Studienhilfen der IdeenExpo wenig Sinn machen.

IdeenExpo-Botschafter Oliver zu Besuch bei der Salzgitter AG

Eine Firma mit hervorragender Integration von Jugendlichen ist die Salzgitter AG, die Oliver Ihn, Helge Sinn und Ich vor einiger Zeit besuchen durften. Im Voraus kann ich euch versichern: Die Hochöfen, das riesen Gelände und die endlos lange Verzinkungsanlage sind definitiv einen Blick wert (Für Gruppenführungen bitte direkt bei der Salzgitter AG melden 🙂 ).

Die Salzgitter AG liegt  – wer hätte das gedacht – in Salzgitter und ist mit einer jährlichen Produktion von sieben Millionen (!) Tonnen Stahl pro Jahr eine der führenden Produktionsstätten in Deutschland. Die Wurzeln der  Salzgitter AG reichen bis ins Jahr 1858 – und manche Gebäude scheinen fast noch aus dieser Zeit zu stammen. Aber alt bedeutet nicht unbedingt gebrechlich, ganz im Gegenteil: Das Gelände der Salzgitter AG ist gigantisch, die Hochöfen und Verzinkungsanlagen riesig, es gibt eine eigene Krankenstation, eine eigene Feuerwehr inklusive Taucher, ein Fitnesscenter und, und, und … wahrscheinlich gibt es irgendwo zwischen Lagerhallen und Bahngleisen auch noch eine hauseigene Diskothek, aber wenn ich sowas hätte, würde ich es außer den Angestellten auch niemandem erzählen.

Und auf diesem Gelände durften wird stundenlang herumspazieren, herumfahren und uns informieren über das, wovon die Salzgitter AG am meisten hat: Stahl. Wir haben gesehen, wie Stahl entsteht, wie man endloslange Stahlbahnen korrosionsbeständig macht, wie gigantische Kräne tonnenschweren Stahl von einer Seite zur anderen Seite transportieren und zu guter Letzt auch noch, wie man sich mit Stahl auf eine romantische Art bei seiner Freundin einschleimen kann. Insgesamt könnte man glauben, wir hätten einen normalen Rundgang durch das Werk erlebt, aber dem war nicht so. Denn an unserer Seite waren nicht nur die üblichen Personen, die eine Tour für interessierte Personen leiten, sondern auch drei StuPraxe (Studenten im Praxisverbund), die stellvertretend für die ca. 20 anderen Dualen Studenten der Salzgitter AG standen. Und das war auch gut so, denn unter uns: Wenn mir eine gleichaltrige MaschBau-Studentin das Werk erklärt, klingt das gleich zehnmal spannender 🙂

Salzgitter AG

Doch der Weg von der Schule zum Dualen Studium bei der Salzgitter AG ist nicht so leicht, wie es vielleicht bei manch anderer Firma ist, denn der Standard des Unternehmens ist hoch. Man braucht eine Abitur-Note von mindestens 2,4 (damit wäre ich schon mal raus :)) und muss danach noch einige weitere Tests bestehen. Aber der Aufwand lohnt sich! Denn obwohl ich nur durch Erzählungen von den Aufgaben der StuPrax erfahren habe, hätte ich mich am liebsten direkt beworben. Bei mir im Studium wird gerechnet, gelernt und geraten – alles sehr theoretisch – aber bei der Salzgitter AG regiert die Praxis. So haben die StuPraxe in regelmäßigen Abständen ein Praxissemester, wo sie die Maschinen kennenlernen, sich mit neuen Verfahren auseinandersetzen und mit erfahrenen Mitarbeitern zusammenarbeiten. Perfekte Voraussetzungen um später einmal bei der Salzgitter AG zu arbeiten.

Wer sich also für E-Technik, BWL oder Maschinenbau interessiert, der muss auf der IdeenExpo unbedingt die Stände der Salzgitter AG besuchen und sich über das die Ausbildungsmöglichkeiten der Salzgitter AG informieren. Denn so schwer wie der Stahl ist die Ausbildung gar nicht 🙂

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