Die üstra – wie ein Sechser im Lotto

Am 14. September 2011 veröffentlicht von Jil Berning
Jil zu Besuch am Stand der üstra

Auszubildende am Stand der üstra

Im Minutentakt kommen die U-Bahnen am Kröpcke an und fahren wieder los. Unser Straßenbahnnetz geht kreuz und quer durch die ganze Stadt, doch von Unfällen hört man nie etwas.

Auf dem üstra-Stand im Bereich Mobilität lernte ich, warum das so ist. Anhand einer Simulation erklärte mir der Auszubildende Emre Keskin wieso es in Hannover unmöglich ist, dass zwei Bahnen ineinander prallen. Denn jede Strecke ist blockweise unterteilt. Alle 100 Meter steht eine Ampel, die anzeigt ob und wie schnell man fahren darf.

Die Farbe Grün signalisiert, dass sich kein Wagen in den zwei nächsten Blöcken befindet und so hat man freie Bahn und darf die Stadtbahn mit 70 Stundenkilometer hindurch fahren. Die Farbe Gelb-Grün zeigt an, dass sich zwei Blöcke weiter ein anderer Wagen befindet und dann darf man nur mit maximal 30 Stundenkilometern hineinfahren. Denn auf eine gelbe folgen zwei rote Ampeln. Der erste rote Block ist zwar leer, signalisiert jedoch, dass direkt im Anschluss, nämlich im zweiten roten Block, ein Wagen ist.

Falls ein Bahnfahrer eine Ampel übersieht und zu schnell fährt oder nicht früh genug stoppt, wird die Bahn automatisch zwangsgebremst.

Doch wer steckt hinter diesem ausgetüftelten System? Tatsächlich gibt es bei der üstra nicht nur Bus- und Bahnfahrer: es gibt Ausbildungsmöglichkeiten als Elektroniker und Elektronikerin für Betriebstechnik, als Bürokaufmann und-frau, als Fachkraft im Fahrbetrieb, Mechatroniker und Mechatronikerin, Kfz-Mechatroniker und Kfz-Mechatronikerin sowie als Kaufmann oder  -frau für Verkehrsservice. Je nach Nachfrage gibt es auch die Möglichkeit sich als Fachinformatiker und Fachinformatikerin auszubilden zu lassen.

Es bestehen also vielseitige Möglichkeiten. Von dem 19-jährigen Emre Keskin erfahre ich, dass eine Ausbildung bei der üstra „wie ein Sechser im Lotto“ ist. Er schwärmte von dem tollen Arbeitsklima, den sehr freundlichen und engagierten Ausbildern und den fachübergreifenden Seminaren.

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