Der harte Kampf des Aufstehens …

Am 2. November 2011 veröffentlicht von Jil Berning

Ich wache auf, es ist 6 Uhr morgens und stockdunkel. Ich bin zwar hellwach und fühle mich topfit, aber eigentlich kann ich noch bis 7 Uhr weiterschlafen. Also drehe ich mich wieder auf die Seite und schlafe tatsächlich wieder ein.

Plötzlich klingelt der Wecker und reißt mich aus dem Tiefschlaf. Zuerst weiß ich gar nicht woher der Krach kommt, ich befinde mich noch halb in meiner Traumwelt. Ein unangenehmes Gefühl! Meine Augen wollen überhaupt nicht aufgehen und von dem ausgeschlafenen Gefühl ist nichts mehr vorhanden. Aber ich habe doch eine Stunde länger geschlafen, sollte ich da nicht erholter sein als noch um 6h?

Nein! Denn im Laufe einer Nacht wechseln sich mehrere Schlafphasen; Tiefschlaf-, Leichtschlaf- und „Rapid-Eye-Movement“-Phasen (kurz REM), ab.

Übersicht der Schlafphasen

Übersicht der Schlafphasen (Quelle: http://stilrichtung.de/)

Zwischen diesen Phasen und insbesondere um die REM-Phasen herum gibt es mehrere so genannte „Fast-Wach-Momente“, d.h. Zeiten geringer Schlaftiefe, beispielsweise um die Liegeposition zu verändern oder die Bettdecke hochzuziehen. Hier sind wir bereits wach, ohne es zu registrieren. Ein optimaler Zeitpunkt also um geweckt zu werden.

Sogenannte Schlafphasenwecker machen sich dies nun zu Nutze.

Man stellt ganz normal eine Uhrzeit ein, zu der man spätestens geweckt werden muss. Mit Hilfe eines Armbandes oder einer Uhr werden dann Körperbewegungen registriert und an den Schlafphasenwecker übertragen.

Schlafphasenwecker (Quelle: http://stilrichtung.de/)

Schlafphasenwecker (Quelle: http://stilrichtung.de/)

Wenn etwa 30 bis 60 Minuten vor dem eingestellten Weckzeitpunkt Körperbewegungen, also ein Fast-Wach-Moment, registriert werden, schlägt der Wecker Alarm. Dadurch soll das Aufwachen und Aufstehen deutlich leichter fallen, da man ohnehin bereits nahezu aufgewacht sei. Bemerkt der Schlafphasenwecker keinen solchen Moment, ertönt der Alarm am Ende des eingestellten Zeitraums.

Mittlerweile gibt es auch Wecker, die die Gehirnaktivitäten messen. Dafür werden mit Hilfe von Klebeflächen oder in ein Stirnband integriert spezielle Sensoren an der Stirn angebracht, durch die die einzelnen Schlafphasen analysiert und ausgewertet werden. Vorteile solcher Produkte stellen die detaillierte Analyse und dadurch die zuverlässige Feststellung des idealen Weckzeitpunktes dar. Nachteile sind aufgrund der Komplexität, der höhere Preis sowie die Sensoren, die als unangenehm empfunden werden können.
Sollte das Produkt tatsächlich halten was es verspricht würde ich nie wieder so fies aus dem Schlaf gerissen werden. Doch für einen Preis von knapp 200€ ist mir ein Test leider deutlich zu teuer…

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