Neue Innovationen auf der CeBIT 2013

Am 4. März 2013 veröffentlicht von Jennifer Schenke

CeBit 2013 Eingangsbereich„Glück ist das einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt“ sagt ein altes chinesisches Sprichwort. Aber das stimmt so gar nicht, denn auch Wissen und Faszination kann man teilen und dadurch vermehren. Das Teilen von Wissen, aber auch von immer knapper werdenden Ressourcen, ist dieses Jahr wichtigstes Thema auf der CeBIT 2013, die daher auch unter dem Motto „Shareconomy“ steht. Ich war für euch schon einmal vor dem offiziellen Messestart unterwegs, um ein paar der Highlights anzuschauen!

Begonnen habe ich meine Tour am Stand von Vodafone, die dort unter anderem ihr neues Car Sharing Projekt vorstellen, das ohne feste Mietstationen auskommt. Will man losfahren, sucht die App automatisch das nächste Auto, reserviert es für einen und zeigt auf einer Karte den Weg an. Mittels Near-Field-Communication (NFC) zwischen dem Schloss und einem kleinen Chip, den man sich auf den Führerschein klebt, wird das Auto entsperrt. Man kann sofort losfahren und stellt das Auto am Ende der Fahrt einfach wieder auf einen öffentlichen Parkplatz – egal wo.

Die „Shopping Wall“ des Start-Up-Unternehmens „Emmas Enkel“Wenn man z.B. in die Vodafone-Firmenzentrale in Düsseldorf fährt, kann man gleich noch etwas ausprobieren, was in einer abgespeckten Version auf der CeBIT präsentiert wird: Die „Shopping Wall“ des Start-Up-Unternehmens „Emmas Enkel“. Auf einer großen Bildschirmwand werden verschiedene Supermarkt-Produkte angezeigt, die man durch Einscannen mit dem Smartphone einkaufen kann. Sie werden dann innerhalb weniger Stunden geliefert, sodass die Mitarbeiter den Einkauf aus der Mittagspause abends gleich mit nach Hause nehmen können. Dabei verbindet die Shopping Wall die Nähe zum Kunden und Frische der Produkte eines Tante-Emma-Ladens mit den Individualisierungsmöglichkeiten eines Onlineshops, z.B. das automatische Ausblenden von Lebensmitteln, auf die der Kunde allergisch ist. Dabei spart sich der Supermarkt große Lager- und Ausstellungsflächen und kann an stark frequentierten Orten mit hohen Ladenmieten, wie an Bahnhöfen oder Flughäfen, trotzdem ein breites, aber auf die Kundenbedürfnisse abgestimmtes Angebot anbieten. Bald wird es nach Düsseldorf schon den zweiten Emmas-Enkel-Laden mit Shopping Wall in Essen geben – wäre das nicht so weit weg, würde ich es echt gerne mal in der Realität ausprobieren.

Damit wird das Haus intelligent - die digitalSTROM-Lüsterklemme für Licht.Besonders begeistert hat mich bei meinem Rundgang die Erfindung von digitalSTROM. Zwischen den einzelnen Geräte im Haushalt, wie Lampen, Jalousien oder Kühlschrank und der Steckdose wird eine kleine Klemme eingebaut, die einem großen LEGO-Stein sehr ähnlich sieht. Man kann dann über seinen PC oder ein Smartphone nicht nur seine Lichter bequem vom Sofa oder sogar aus der Ferne an- und ausschalten oder den Stromverbrauch überprüfen, sondern z.B. auch dem Haus eine Nachricht schicken, wenn im Radio vor Hagel gewarnt wird – das Haus fährt dann automatisch die Jalousien herunter. Das System kann jedoch noch mehr: Ist man sich im Baumarkt nicht sicher, ob die Glühbirne auch wirklich zur Lampe im Bad passen wird, scannt man kurz den Barcode ein und kriegt sofort eine Rückmeldung, ob die Glühbirne zur Lampenfassung passt. Da das entwickelte System offene Schnittstellen besitzt, kann man auch seine eigenen Programme und Funktionen programmieren, so z.B. definieren, was passieren soll, wenn der Handywecker klingelt. Leider ist das System im Moment noch ein bisschen zu teuer, um es bei mir in der Studentenwohnung einzubauen 😉 – ein Zimmer umzurüsten und die passenden Apps korrekt einzurichten kostet knapp unter 1000€. Da muss ich wohl doch noch eine Weile warten, bis sich das Licht automatisch dunkler dimmt, sobald ich meinen Fernsehabend beginne.

Give-Away-Maschine der BundesdruckereiViele Menschen haben bei so vielen Informationen, die da im Netz herumschwirren, auch ein bisschen Angst – vor dem Ausspionieren und dem Missbrauch ihrer Daten oder Identitätsklau. Am Stand der Bundesdruckerei kann man verschiedene Verfahren kennen lernen, wie unsere Identität auch im Online-Zeitalter geschützt wird. Besonderes Highlight ist der ME8000, der in der Bundesdruckerei in Berlin eingesetzt wird, um alle fertig produzierten Personalausweise vor der Auslieferung noch einmal auf ihre Sicherheitsmerkmale zu überprüfen. Außerdem kann man am Stand auch den neuen Personalausweis mit Onlinefunktion nutzen – und zwar in einer Give-Away-Maschine! Es gibt echt coole Geschenke, aber leider kannte ich den PIN zu meinem Personalausweis nicht auswendig 🙁 Wenn ihr also am Besuchertag am Samstag eines der Geschenke absahnen wollte, schaut am Stand der Bundesdruckerei in Halle 7 vorbei, bringt euren Personalausweis mit und denkt an den PIN für die Onlinefunktionen! Viel Spaß!

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