Blinkende Herzen selber löten – auf der IdeenExpo bei Siemens

Am 27. August 2013 veröffentlicht von Jennifer Schenke

Zum IdeenExpo-Stand von Siemens kommt man gleich auf drei IdeenPfaden: gelb, blau und grün. Das passt auch zur Vielfalt auf dem Stand: Siemens präsentiert Exponate und Experimente zum Mitmachen aus ganz verschiedenen Bereichen des Unternehmens. Neben wirklich neuen Innovationen, wie einem kleinen Modell des Mars-Rovers Curiosity, der mit Siemens-Software entwickelt und getestet wurde, und High-Tech Technologie zum Staunen, wie einem Computertomographen aus der Medizin, gibt es auch einiges zum selber machen und ausprobieren.

Ich habe mich im Selbstversuch an die Löt-Station gewagt, die von Siemens Azubis betreut wird. Vor Elektronik hatte ich schon immer etwas Respekt und im Studium hab ich mich ums Löten auch immer gedrückt. Aber auf der IdeenExpo geht es ja darum, Neues auszuprobieren und vielleicht bisher unbekannte Talente zu entdecken – also los!

Zuerst muss ich die kleinen Widerstände und Kondensatoren auf der Leiterplatte feststecken, die dann in eine Halterung geklemmt wird, um die Kontaktdrähte, die zuerst noch mit einer Zange gekürzt werden, auf der Rückseite zu verlöten. Zu Anfang zeigt mir Yasin, Azubi aus Braunschweig, wie es geht, dann versuche ich mich selbst daran. Ich bin etwas aufgeregt, denn so ein Lötkolben ist vorne an der Spitze ganz schön heiß. Manchmal steigt sogar ein kleines Rauchwölkchen auf beim Löten. Als ich fertig bin mit der ersten Runde Lötverbindungen, wirft Yasin einen kurzen fachmännischen Blick auf meine Arbeit und sagt sofort: „Sieht gut aus!“

Ich selbst bleibe kritischer: Ob das blinkende Herz zum Schluss wirklich funktionieren wird? Während ich die roten Leuchtdioden anlöte, frage ich die Azubis am Tisch, ob es ihnen bei Siemens gefällt. Alle sind sich einig und Yasin betont: „Je länger ich dabei bin, desto mehr Spaß macht es!“ Da ich selbst den Zugang zu Elektronik nie so richtig gefunden habe, frage ich ihn, ob ihm schon in der Schule klar war, was er später machen möchte. „Auch wenn ich nicht immer Top-Noten in Physik hatte: Ich wollte schon immer etwas mit Elektronik machen, denn das Gebiet finde ich sehr spannend. Außerdem kann man sich laufend weiterbilden, denn es gibt ständig neue Entwicklungen!“ Daher denkt er auch darüber nach, nach der Ausbildung noch zu studieren. Doch gleichzeitig hat er etwas Sorge, dass ein Studium vielleicht zu schwierig sein könnte. Da kann ich ihn jedoch beruhigen: „Klar, am Anfang muss man erst einmal seinen eigenen Rhythmus finden im Studium, es ist eben nicht mehr wie in der Schule. Eine Eingewöhnungszeit mit Startschwierigkeiten ist normal. Aber wenn du wirklich begeistert bist und Interesse für dein Studienfach besitzt, dann wird alles einfacher.“

Ob das aber auch für mein löten gilt? Wir schließen die Batterie zusammen an und … alle Leuchtdioden blinken auf Anhieb! Ein wirklich tolles Gefühl, ich bin begeistert! „Das war echt einfacher als ich dachte“, sage ich. „Vielleicht hättest du doch mehr mit Elektronik machen sollen!“ sagt Yasin. „Ja, das stimmt!“, lache ich, „aber noch ist es ja nicht zu spät dafür!“

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