Neues auf der CeBIT 2014: Das digitale Klassenbuch & der 3D-Stift

Am 12. März 2014 veröffentlicht von Jennifer Schenke

Die CeBIT 2014 steht unter dem Motto „Datability“, was sich am besten übersetzen lässt als Antwort auf die Frage: „Wie kann ich Daten sammeln und nutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen?“ Aber natürlich war auf Grund der NSA-Affäre auch der Datenschutz ein großes Thema. Viele kleine und große Unternehmen präsentierten auf ihren Messeständen Programme, mit denen sich aus riesigen Datenmengen wertvolle Erkenntnisse gewinnen lassen, die dann zu mehr verkaufen Produkten oder zufriedeneren Kunden führen.

Trotz des diesjährigen Fokus’ der CeBIT auf Fachbesucher, gab es trotzdem einiges zu entdecken, was nicht nur für Unternehmen nützlich ist:

Am Stand von Niedersachsen präsentierten Studenten der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel eine echte Innovation für’s Klassenzimmer: Das digitale Klassenbuch TEGO.CLASS.Die Gründer haben bei der Entwicklung mit den Lehrern des Gymnasiums im Schloss Wolfenbüttel zusammengearbeitet, um herauszufinden, welche Funktionen Lehrer nützlich finden und ob die Webseite einfach zu bedienen ist. Auf der CeBIT fiel dann dee Startschuss für das Projekt, mit dem Lehrer sehr viel Zeit sparen könnten, denn nicht nur die Anwesenheit und die Stundenergebnisse können in das neue Klassenbuch eingetragen werden. Auch die mündlichen Noten kann jeder Lehrer direkt nach der Stunde abspeichern und sich dann ganz bequem die automatisch berechnete  Durchschnittsnote anschauen. Bei all diesen sensiblen Daten ist aber Datenschutz natürlich besonders wichtig – wer will seine Fünf im letzten Vokabeltest in Englisch schon gerne im Internet wiederfinden? Christian Nitsche, einer der Studenten, die das digitale Klassenbuch entwickelt haben, ist sich bewusst, wie wichtig dieses Problem ist: „Wir tun alles, was möglich ist, um die Daten zu schützen!“

Könnt ihr euch das vorstellen – eure Lehrer, die alles direkt nach der Stunde in ein digitales Klassenbuch eingeben – vielleicht sogar vom Smartphone aus? Ich finde es eine gute Idee, wenn mündliche Noten sofort nach der Stunde eingetragen werden. So kann man jederzeit beim Lehrer nachfragen, wie er die eigene Mitarbeit im Moment bewertet. Dann kann ich mich noch einmal richtig anstrengen und muss nicht auf die ein oder zwei Mal im Halbjahr warten, wenn mündliche Noten besprochen werden.

Der andere große Trend auf der CeBIT 2014 sind ganz klar 3D-Drucker. An vielen Ständen werden bunte kleine Plastikspielzeuge oder Plastikflaschenöffner gedruckt. Aber mit etwas größeren Maschinen und einem leicht anderen Verfahren sind sogar richtig filigrane Architekturmodelle aus dem 3D-Drucker möglich.

Selbst Mode aus dem 3D-Drucker gab es zu bewundern. Wirklich faszinierend, was man damit alles herstellen kann!

Der allerneuste Trend ist aber der FreeSculpt 3D-Stift, mit dem man (mit etwas Übung…) tatsächlich dreidimensional schreiben kann! Oben wird ein Plastikfaden in den Stift eingefädelt, der dann im Inneren erhitzt wird und vorne als weiche und formbare Masse wieder herauskommt.In Sekundenschnelle kühlt das Plastik dann wieder ab und wird dadurch fest. Mein erster Versuch ist ziemlich gescheitert – die „Idee“ steht nur, wenn ich sie woanders anlehne. Aber schon beim zweiten Versuch schaffe ich es, wirklich dreidimensional zu schreiben! Meine „Idee“ schwebt wirklich in der Luft – nur meine Handschrift muss ich noch verbessern. 😉

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