MS Wissenschaft

Am 24. Juni 2014 veröffentlicht von Florian Feimann
MSWissenschaft_2014

Quelle: http://www.ms-wissenschaft.de/topmenu/presse/fotos.html

Ein Smartphone hat heutzutage wohl fast jeder von uns. Facebook, Twitter oder Mail nutzen wir jeden Tag an jedem Ort. Aber mit dem Telefon kann man mittlerweile auch schwarze Löcher aufspüren. Das ist aber nicht alles: iPads helfen Ärzten heute mit schwierigen Operationen. Wie das funktioniert, zeigt die  Ausstellung „Digital unterwegs“ an Bord der MS Wissenschaft, die momentan durch Deutschland und Österreich tourt. Mehr als 30 Exponat zum aktuellen Wissenschaftsjahr „Die digitale Gesellschaft“ kann man sich bei freiem Eintritt dort ansehen und auch selbst ausprobieren.

„Einstein@Home“ heißt das Projekt des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik, bei dem Freiwillige die Rechenpower ihres Computers oder Smartphones „spenden“. Wissenschaftler des Instituts wandeln damit Graviationswellen, die durch schwarze Löcher entstehen, in Töne um. Diesen Umweg muss man gehen, weil schwarze Löcher unsichtbar und  durch die Gravitationswellen messbar sind. Auf der MS Wissenschaft kann man diesen Klang des Alls selbst hören und sich einen akustischen Eindruck von schwarzen Löchern machen.

Screenshot Animaltracker

Screenshot der App „Movebank“

Allerdings kann man nicht nur Dinge im All mit dem Smartphone aufspüren, sondern auch Weißstörche, Waldrappen und Fischadler auf ihren Flügen „begleiten“. Mit der App „Movebank“ beobachtet man Tiere in Echtzeit auf ihren Wanderschaften. Die Bewegungsmuster stammen aus einer weltweiten Datenbank. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Ornithologie wollen mit der Beobachtung und Analyse von Vogelflügen eine Reihe von Fragen klären: Weshalb wandern Tiere überhaupt? Welche Gefahren drohen ihnen? Wie überleben sie ihre weiten Wanderungen? Welche Route wählt zum Beispiel der Storch in den Süden? Wie können wir die Tiere schützen?

Mit dem Animaltracker der Forschungseinrichtung kann jeder mit Fotos der mit einem Sender ausgestatteten Tiere und seinen Beobachtungen einen Teil zur Forschung beitragen. So erfahren die Wissenschaftler, was die Vögel machen, wenn sie nicht gerade in der Luft sind. Sie versuchen, die Tiere zu schützen, die Ausbreitung von Krankheiten zu erforschen und Naturkatastrophen vorherzusagen.

Quelle: http://www.ms-wissenschaft.de/topmenu/presse/fotos.html

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Virtuell in einen Körper hineinsehen kann man mit dem sogenannten „Surgery Pad“, das Besucher der Ausstellung ebenfalls selbst ausprobieren können. Das Gerät ist nichts anderes als ein iPad, das die Körperoberfläche eines Körpers filmt und eine dreidimensionale Darstellung der inneren Organe darauf projiziert. Diese Darstellung errechnet sich aus computertomografischen Bildern, die zuvor aufgenommen werden. So können die operierenden Ärzte genauer und sicherer einführen und der Eingriff kleiner halten, ohne Organe im Bereich der Operation zu verletzen. Man spricht dann von sogenannten „minimalinvasiven“ Operationen, die deutlich schonender für den Patienten sind.

Quelle: http://www.ms-wissenschaft.de/topmenu/presse/fotos.html

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Auch der Spaß kommt an Bord der MS Wissenschaft nicht zu kurz: Wer einmal seine Qualitäten beim Kickern gegen einen Computer unter Beweis stellen möchte ist dort genauso richtig wie Sportbegeisterte, die einen Fitness-Highscore aufstellen wollen.

Der Eintritt auf die MS Wissenschaft ist frei. Die Ausstellung hat täglich von 10 bis 19 Uhr in den Häfen geöffnet.
Schulklassen sollten sich unter http://www.wissenschaft-im-dialog.de/ms_wissenschaft/apps/index/index.php anmelden. Den Tourplan findet Ihr unter http://www.ms-wissenschaft.de/tour.html

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