Leben im All

Am 8. Juni 2015 veröffentlicht von Erwin Völkening

„Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder wir sind allein im Universum – oder wir sind es nicht. Beide sind gleichermaßen verstörend.“ -Arthur C. Clarke

150415_Bild_Ideenexpo_LebenImAll2Die Frage nach außerirdischem Leben beschäftigt die Menschheit seit Jahrhunderten und stellt nach wie vor ein unbeantwortetes Mysterium dar. In Film, Kunst und Literatur werden Außerirdische oft als kleine grüne Männchen portraitiert, die so zum Synonym für außerirdisches Leben geworden sind Was viele jedoch beim Gedanken an das Leben weit draußen im Weltall außer Acht lassen, ist die Tatsache, dass unser eigener Mond am 21. Juli 1969 erstmals von Aliens besucht wurde …

Die Namen dieser „Aliens“? Neil Armstrong und Buzz Aldrin – die Namen der ersten Menschen auf dem Mond.

Geht es um Leben im Weltraum, gibt es zwei Seiten das Thema zu behandeln: auf der einen Seite steht die Ungewissheit, wer alles die Tiefen des Weltraums bevölkern könnte und auf der anderen Seite stehen die Menschen, die sich immer weiter in den Weltraum vorwagen und somit zur Bevölkerung des Alls beitragen könnten.

Der Mensch im All

Die größte Entfernung, die ein Mensch bisher von zuhause entfernt war, beträgt ca. 384.000 km. Das entspricht gerade einmal der Distanz zwischen der Erde und ihrem wichtigsten Trabanten: unserem Mond. Weiter als diese zirka dreitägige Reise sind wir Menschen also noch nicht gekommen. Doch die Ambitionen sind groß: Das Projekt Mars One beispielsweise zielt auf die Errichtung einer ständig besetzten Kolonie auf dem Mars bis spätestens 2025 ab. Gleichzeitig entwickeln auch andere Weltraumorganisationen, wie beispielsweise die ESA, ähnliche Konzepte für einen bemannten Flug zum Mars.

Langfristig gesehen sollen die ungefähr 500-tägigen Marsflüge (Oneway!) nur die Basis zur weiteren Erkundung des Weltalls bilden. Schon jetzt arbeiten Wissenschaftler aus verschiedensten Bereichen an der Realisierbarkeit interstellaren Reisens und der Besiedlung anderer Welten.

E.T.

Neben der Expansion des Menschen ins Weltall, gibt es, wie Eingangs bereits erwähnt, natürlich auch die Option auf E.T. – Also auf Extra-Terrestrische, besser bekannt als Außerirdische.

Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir allein im Universum sind, angesichts der Abermillionen Sterne höchst unwahrscheinlich. Auf der Suche nach außerirdischem Leben konzentriert man sich in der Regel auf zwei
Bereiche:

Zum einen suchen wir in unserem eigenen Sonnensystem Sol nach Spuren des Lebens – dabei geht es häufig um Mikroben oder andere Kleinstlebewesen. Es wird dabei vornehmlich nach Wasser gesucht (denn Wasser gilt als Grundvoraussetzung fürs Leben). Tatsächlich finden sich dabei immer wieder Hinweise auf Wasservorkommen außerhalb der Erde: So soll der Jupitermond Europa möglicherweise unter einem dicken Eismantel sogar mehr flüssiges Wasser verstecken, als alle Ozeane der Meere zusammengenommen enthalten.

Zum anderen suchen wir mithilfe von Teleskopen und riesigen Radioschüsseln nach höher entwickelten Zivilisation weit draußen im All. Dabei geht es um das Aufspüren möglicher Signale anderer Lebensformen und die Suche nach Exoplaneten in der sogenannten habitablen Zone – das bedeutet, es wird nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gesucht, die sich in der richtigen Entfernung zu ihrem Stern befinden, um mögliche Wasservorkommen flüssig zu halten. Der populärste Vertreter dieser möglichen Wiegen des Lebens ist der Exoplanet Kepler 22b – der erste entdeckte Exoplanet in der habitablen Zone.

Wann landen die grünen Männchen?

Das Problem bei der Suche nach außerirdischem Leben ist die Zeit. So reisen die Informationen, die wir von anderen Welten erhalten – seien es schlichtweg natürliche Strahlungen oder gezielt gesendete Informationen anderer Lebensformen – nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit, so dass wir nicht einmal wissen, ob der beobachtete Stern überhaupt noch existiert, da sein Licht bereits seit vielen Jahren zu uns unterwegs ist.

Aber nicht nur das: Die unvorstellbaren Distanzen zwischen den Sternen machen auch einen Besuch auf einem Exoplaneten – oder den Besuch Außerirdischer bei uns – beinahe unmöglich.

Doch gerade was den interstellaren Raumflug betrifft, gibt es viele höchst interessante Ideen und Konzepte, um gewaltige Distanzen zu überwinden. So stellen beispielsweise sogenannte Wurmlöcher – also „Abkürzungen“ durch den gekrümmten Raum eine unwahrscheinliche aber nicht zu übersehende Alternative zum klassischen Raumflug dar und könnten – sollte deren Nutzung tatsächlich umsetzbar sein – unsere Art zu Reisen revolutionieren.

Wie so oft, bleibt also nur zu warten, was die Zukunft bringt? Nein – Theoretisch kann jeder den entscheidenden Durchbruch zum interstellaren Reisen anstoßen. Gefragt sind Ideen, Konzepte und Theorien – so verrückt sie auch klingen mögen. Vielleicht sind sie der Schlüssel zum ersten Flug zu den Sternen.

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