Wissenschaftspodcast “Methodisch Inkorrekt”

Am 9. August 2018 veröffentlicht von Florian Feimann

Wissenschaftskommunikation ist nicht immer einfach und bekommt oftmals leider nicht viel Aufmerksamkeit. Dank interessanter Angebote, wie unter anderem auch dem Ideenfinder-Blog, gibt es aber doch kurzweilige Möglichkeiten, einen Blick in die Wissenschaft zu werfen. Dazu gehört auch der Wissenschaftspodcast Methodisch Inkorrekt, der eine der erfolgreichsten „Internetradiosendungen“ in Deutschland ist.

Hinter Methodisch Inkorrekt stecken mit Nicolas Wöhrl und Reinhard Remfort zwei Naturwissenschaftler, die sich in ihrem Fach bestens auskennen. Nicolas Wöhrl ist promovierter Physiker und arbeitet in der Experimentalphysik an der Universität Duisburg-Essen. Dort schreibt auch Reinhard Remfort gerade an seiner Doktorarbeit. Seit 2013 nehmen sie gemeinsam den Podcast auf.

Foto: Methodisch Inkorrekt

 

Ein Podcast ist eine Ton- oder Videoserie, die aufgezeichnet und anschließend über das Internet verteilt wird. Man kann es sich dann anhören, wann immer man will, und auch ältere Folgen noch abrufen. Methodisch Inkorrekt könnt ihr hier online hören oder über jeden sogenannten Podcatcher, kleine Apps für das Smartphone, abonnieren.

Aber keine Angst, ihr müsst selbst keine Physiker sein, um zu verstehen, was die zwei im Podcast besprechen. Dort geht es zwar um aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichungen und Experimente, meist elektronische Geräte aus China („China Gadgets“) und ihre Erfahrungen als Wissenschaftler, aber sie erklären stets verständlich und mit wirklich viel Humor. Dass die zwei Humor haben, erkennt man auch an Reinhards Buch, das den Titel „Methodisch korrektes Biertrinken – und weitere Erkenntnisse aus einer Nacht mit Physik“ trägt.

Dabei geht es nicht immer nur um Publikationen aus der Physik, sondern die besprochenen Artikel können aus allen Ecken der Wissenschaft stammen. Manchmal sind es witzige Forschungsthemen, manchmal sind kuriose Ergebnisse oder völlig verrückte Experimente zu hören. Zu Lachen gibt es beim Hören also genug!

Eine meiner Lieblingsfolgen ist die Episode 115 mit dem Titel „Mindeststudiendauer“. In dieser Ausgabe reden die beiden unter anderem über ihre Erfahrungen als Studierende. Dabei wurde mir ganz schnell klar: Auch die zwei erfolgreichen Physiker hatten Probleme mit Klausuren und sind auch mal durchgefallen – trotz guter Vorbereitung und viel Lernerei. Das lässt einen etwas entspannter mit dem eigenen Studium umgehen! 😉

Die Vorstellung der „China Gadgets“ in jeder Folge bringt manchmal sehr interessante Technik-Spielzeuge zu Tage. Da kann es sein, dass Beamer zum kleinen Preis, nicht funktionierende Haartrockenhauben oder sprechende Tierfiguren mit in die Show gebracht werden.

Ganz besonders interessant und auch ganz besonders lustig sind die Liveauftritte von Methodisch Inkorrekt. Die finden oftmals im Rahmen des Chaos Communication Congress’ statt. Zur Feier der hundertsten Folge gab es im Dezember 2017 auch einen Liveauftritt, der wirklich gut geeignet ist, viele Highlights aus allen Folgen kennenzulernen, weil Nicolas und Reinhard kleine Rückblicke auf ihre Podcastgeschichte werfen. Die Liveshow könnt ihr hier auf YouTube ansehen:

 

 

Vielleicht wird ja der eine oder die andere von euch auch ein Hörer von Methodisch Inkorrekt – oder ist es sogar schon. Reinzuhören lohnt sich auf jeden Fall, denn manchmal sind die kuriosen Experimente auch tolles unnützes Wissen für die nächste Party!

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