Jennifer Schenke

Jennifer Schenke hat bis 2014 als IdeenFinder-Bloggerin gearbeitet. Momentan ist sie nicht mehr bei uns beschäftigt. Wir wollen euch ihre Blogartikel aber nicht vorenthalten.

Stand: 2014

Bei den Worten “Technik” und “Naturwissenschaften” winken die meisten Jugendlichen gleich ab: “Das ist nichts für mich.” - Schade eigentlich, finde ich!

Mein Lieblingsfach in der Schule war Physik - und das studiere ich jetzt auch. Für den IdeenFinderBlog schreibe ich verschiedene Einträge: Einerseits möchte ich in diesem Blog kleine, alltägliche Dinge vorstellen, die durch Naturwissenschaften und Technik unser Leben jeden Tag ein bisschen angenehmer machen - oft ohne dass man überhaupt merkt, wie viel Technik dahinter steckt. Manchmal ist alles gar nicht so kompliziert, wie man denkt, man muss es nur gut erklärt bekommen und genau nachfragen, um es zu verstehen.

Anderseits möchte ich ein wenig in die Zukunft schauen: in meine und deine. Was für Berufe gibt es, in denen Menschen neue Ideen entwickeln? Wie wird man überhaupt IdeenFinder? Und woher kommen die neuen Ideen? Einige Zukunfsideen und -berufe will ich in diesem Blog vorstellen.

Jennifer
29.Jul.2011

Die Gefahr lauert unter dem Wasser: Wie ein See 1700 Menschen tötete

Der Nyos-See in Kamerun sieht aus wie jeder andere See, denn seine tödliche Gefahr ist unsichtbar: In den unteren Wasserschichten des Sees befinden sich riesige Mengen CO2, die bei kleinen Störungen des Sees an die Oberfläche gelangen können und dort großes Unheil anrichten – so wie 1986, als eine Gas-Eruption mehr als 1700 Menschen und tausende Tiere in der Umgebung tötete und viele weitere Menschen verletzte. CO2-Gas ist unsichtbar und führt beim Einatmen zu Erstickungserscheinungen und brennenden Schmerzen in den Augen und der Nase.

Jennifer
13.Okt.2010

Strom aus der Wüste?

Kein politisches Thema wird in diesem Herbst so heiß diskutiert wie der Ausstieg aus der Kernenergie. Die Befürworter des Atomstroms bezweifeln insbesondere, dass erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft den Atomstrom zuverlässig ersetzen können. Die Fläche an Solarkollektoren, die man bräuchte, um ganz Europa mit Strom zu versorgen, ist allerdings erstaunlich klein: Würde man das Saarland komplett mit Sonnenkollektoren überdecken, reicht der produzierte Strom theoretisch für alle Mitgliedsländer der EU! Allerdings müssten die Sonnenkollektoren dazu in der Sahara stehen, da dort die Sonne natürlich mehr und in einem besseren Winkel scheint als in Deutschland und daher dort mehr als doppelt so viel Solarenergie produziert werden kann, als z.B. (bei sonst gleichen Voraussetzungen) in Italien.

Jennifer
25.Aug.2010

Mein Besuch im Atomkraftwerk Biblis

Im Rahmen einer Exkursion der jDPG (junge Deutsche Physikalische Gesellschaft) durfte ich zum ersten Mal eine Führung durch das Atomkraftwerk Biblis in Südhessen mitmachen. Das Atomkraftwerk sieht man schon von Weitem durch seine beiden großen Kühltürme, die aber - wie später erklärt wurde - in Biblis durch die Funktionsweise des Reaktors nur an wenigen Tage überhaupt gebraucht werden. Der Leichtwasser-Druckreaktor in Biblis wird mit Wasser aus dem Rhein gekühlt, der direkt nebenan fließt. 60.000 Liter Wasser pro Sekunde werden abgezweigt, zum Kühlen benutzt, und dann 10° C wärmer wieder in den Rhein geleitet. „Fische kommen dabei nicht zu Schaden", sagt der RWE-Mitarbeiter, der meine Gruppe herumführt, „da ein Sieb sie davon abhält, in die Anlage zu schwimmen und ein Fischer jede Woche vorbeikommt, um die Fische, die sich vor dem Sieb angesammelt haben, abzufischen und zurück in den Rhein und angrenzende Teiche zu setzen."