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LIAG-Institut für Angewandte Geophysik

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Insa Cassens
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Studiengänge
Dr. Insa Cassens
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Außenstelle Grubenhagen
Fredelsloher Straße 3
37574 Einbeck
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Ausbildungsberufe und Studiengänge

Geowissenschaften

Studienrichtung

Empfindliche Seismik: LED-Oszilloskop mit Geophonanschluss

Für seismische Messungen zur Erkundung der Beschaffenheit des Untergrundes werden Geophone eingesetzt. Die Besonderheit des Exponats ist, dass das Geophongehäuse transparent ist. So ist zu sehen, wie robust und doch empfindlich diese Signalaufnehmer sind. Interessierte können versuchen das Geophon ruhig zu halten. Schnell wird deutlich, dass dies unmöglich ist. Mit bloßem Auge ist erkennbar, dass die Spule an den Federn permanent kleinste Bewegungen um einen Magneten ausführt. In Kombination mit einem LED-Oszilloskop werden Wellen beim Stampfen oder Hüpfen auf dem Boden direkt sichtbar gemacht. Es wird auch deutlich, wie herausfordernd es im Berufsleben von Geophysikerinnen und Geophysikern sein kann, Messungen durchzuführen, wenn bereits kleinste Bewegungen diese beeinflussen.

Let's Rock: Wie wir mit ELVIS den Untergrund in Schwingung versetzen und so in die Erde „hören“

In die Erde „hören“ klingt komisch? In der Seismik produzieren wir durch hörbare Vibrationen Wellen und beobachten, wie sie sich im Untergrund ausbreiten. Der am LIAG entwickelte ELVIS ist zwar nur so groß wie eine Schubkarre, hat es aber in sich: Dieses seismische Gerät, das praktisch in einen Kofferraum passt, trägt trotz der Handlichkeit dazu bei, die ersten 200 Meter des Untergrundes sehr genau zu untersuchen. Wichtig ist das unter anderem für die Erforschung von Geogefahren wie beispielsweise Bruchzonen (Störungen) mit Erdbebenpotenzial im Untergrund, sowie von Grundwasser oder für die Suche nach sicherem Baugrund. Lass dich von ELVIS durchrütteln und erlebe, wie sich die Wellen ausbreiten!

Ressourcen und Rohstoffe erkunden: Innovative Geophysik mit Drohnen

Welches Potenzial bietet die Drohnen-Geophysik für das Finden, Erkunden und Abbilden von Rohstoffen und Grundwasser? Drohnen haben in der Forschung viele Vorteile. Das LIAG-Institut für Angewandte Geophysik stellt ein neuartiges drohnenunterstütztes Messsystem vor, mit dem der Untergrund mittels elektromagnetischer Felder bis in einen Kilometer Tiefe durchleuchtet werden kann. Dieser Ansatz ermöglicht es den Forschenden beispielsweise die Ressourcen unserer Erde aus der Luft zu finden, ihren Umfang zu erkennen, ihre nachhaltige Nutzung zu ermöglichen, aber auch Gefährdungen wie beispielsweise Versalzungen zu erkennen, die unser Grundwasser bedrohen. Die beachtliche Drohne (Umfang 1,5 Meter) wird mit der Messkonstruktion ausgestellt. In einem Flugsimulator können Besucherinnen und Besucher selbst die Drohne fliegen lernen.

Schwebende Magnete: Geophysik misst minimale Veränderungen

Ein Magnetfeld bringt einen kleinen Körper zum Schweben. Schon winzige zusätzliche Gewichte, zum Beispiel Büroklammern, verändern die Lage minimal. Das Exponat soll aufzeigen, wie extrem empfindlich Messsysteme sein müssen, um Veränderungen im Untergrund zu erkennen. In der Geophysik messen wir beispielsweise mit Gravimetern kleinste Veränderungen im Gravitationsfeld der Erde, die auf die zeitliche Veränderung von Massen im Untergrund zurückgehen. Die Instrumente registrieren also kleinste Veränderungen von geologischen Strukturen im Untergrund, beispielsweise ausgelöst durch Wasser oder andere Fluide. Mach mit: Beeinflusse mit kleinen Gewichten die schwebenden Magnete und lege nacheinander kleine Gewichte dazu!

Wellen und Frequenzen sichtbar machen: Erzeuge Chladni-Figuren!

Schwingungen kann man nicht sehen – oder doch? Schaut euch Chladni-Figuren an: Wenn eine Platte schwingt, zum Beispiel angeregt durch Schallwellen, formt sich Sand zu beeindruckenden Mustern, diese werden Chladni-Figuren genannt. So wird sichtbar, wie sich Wellen ausbreiten und wo keine oder nur schwache Schwingungen auftreten. Schwingungen mit unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften erzeugen verschiedene Muster: Das Exponat visualisiert so, wie mit unterschiedlichen Frequenzen verschiedene Wellen ausgesendet werden können. Diesen Fakt nutzen Forschende, um Abbilder vom Untergrund zu bekommen und so mehr über unsere Erde zu erfahren. Und nun mach doch selbst! Finde heraus, wie sich Muster verändern, wenn Frequenz oder Lautstärke wechseln.
Workshop Hotline
Mo–Fr 7:30–17 Uhr

Geophysik für Energiewende mit Geothermie: Bau ein Geophon!

Campus der Ideen
In diesem Mitmach-Workshop erleben Schülerinnen und Schüler den Einsatz von Geophysik für die Energiewende ganz praktisch am Beispiel der Seismik. Dabei erzeugen wir Vibrationen und senden dadurch elastische Wellen in den Boden. Durch ihre Wechselwirkung mit den verschiedenen geologischen Schichten im Untergrund können wir mit Geophonen die zurückgestreuten Wellen empfangen und auswerten. So lässt sich der Aufbau des Untergrunds erkunden, beispielsweise, um Bereiche für die Nutzung von Erdwärme (Geothermie) zu identifizieren. Die Teilnehmenden bauen ein eigenes Geophon und verbinden es mit ihrem Handy, um die Reflektion ausgesendeter Signale selbst sichtbar zu machen. Warum solche Messungen und Daten so wichtig sind schauen wir uns anhand eines Beispiels aus der Geothermie-Forschung an.
09:30 - 10:30 Campus der Ideen #276824
11:00 - 12:00 Campus der Ideen #276828

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